(Populär-) Wissenschaftlicher Vortrag

Mysteriöse Feenkreise in Namibia und Australien

...oder von Pflanzen die sich "intelligent" zusammentun

So, 18:00 Uhr
Vorschaubild

Forschung aktuell

(Dauer: 45 Minuten)

So, 18:00 Uhr

Dr. Stephan Getzin von der Universität Göttingen absolvierte sein Bachelor-Studium in Namibia, wo er auch erstmals auf die rätselhaften Feenkreise traf.

Im südwestlichen Afrika, am Wüstenrand der Namib, stellen Millionen von Feenkreisen seit Jahrzehnten Besucher und Wissenschaftler vor ein Rätsel. Wie kann es sein, dass plötzlich wie aus dem Nichts 4 - 8 m große Kreise im gelben Grasland auftauchen, wo nichts wächst und nur blanker Sandboden zu sehen ist? Die perfekt runden Kreise sind extrem regelmäßig verteilt - jeder Feenkreis ist in circa 12 m Abstand von sechs ungefähr gleich weit entfernten Nachbarkreisen umgeben. Das Gesamtmuster ergibt eine hexagonale Struktur, ähnlich wie man es von Bienenwaben kennt. In der Vergangenheit und auch ganz aktuell wird über die Entstehungsursache viel spekuliert. Neben unwissenschaftlichen Erklärungen wie UFO-Landeplätze oder Fußspuren von Göttern gibt es eine Reihe von Theorien, die das Phänomen erklären sollen. Giftige Euphorbien-Büsche, Ameisen, Termiten, unterirdische Gase, Mikroorganismen oder pflanzliche Selbstorganisation werden als Entstehungsursache heiß diskutiert.

Dr. Stephan Getzin verfechtet die letztere Theorie. Spätestens seit er im Jahr 2014 mittels Luftbildanalyse identische Feenkreise im entlegenen australischen Outback entdeckt hatte, verdichten sich die Hinweise, dass sich die Gräser gemeinschaftlich zusammentun, um das spärliche Regenwasser durch optimale Wuchsmuster zu nutzen.

Sonntag, 4.11.2018 - 18:00 Uhr
Hörsaal 3, Carl-Zeiss-Str. 3, Jena

Eintritt frei

Mit Unterstützung von

Sponsoren

Facebook-Logo Besuche uns bei Facebook! 

 

Diese Seite verwendet Cookies | Google Analytics. mehr Informationen