(Populär-) Wissenschaftlicher Vortrag

Die genetische Herkunft der Europäer

Archäogenetik eröffnet neue Einblicke in die Frühgeschichte Europas

Sa, 16:30 Uhr
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Forschung aktuell

(Dauer: 45 Minuten)

Sa, 16:30 Uhr

Dr. Wolfgang Haak ist seit 2015 Leiter der Forschungsgruppe Molekulare Anthropologie am Max-Planck-Institut für Menschheitsgeschichte in Jena; zuvor war der Gruppenleiter am Australischen Zentrum für Alte DNA in Adelaide, Australien.

Archäologischen Sachüberreste, wie Werkzeuge oder Schmuckstücke, belegen kulturelle Umwälzungen wie die Einführung der Landwirtschaft vor rund 8 000 Jahren oder den Beginn der Bronzezeit vor rund 4000 Jahren in Europa. Lange Zeit wurde debattiert, ob der Übergang von Jäger-Sammler- zu frühbäuerlichen Gesellschaften allein durch kulturellen Ideentransfer und Handel zu erklären ist oder mit der Einwanderung neuer Bevölkerungsgruppen nach Europa verbunden war.

Archäogenetiker wie Wolfgang Haak haben nun das Erbgut von rund 1000 Individuen aus Grabungsstätten unterschiedlicher Epochen analysiert und auf ihre genetische Verwandtschaft und Abstammung hin untersucht. Dabei haben sie Hinweise auf mindestens zwei grundlegende genetische Umbrüche gefunden, die mit den kulturellen Umwälzungen korrespondieren und auf Migrationen in Europas Frühgeschichte hindeuten.

Wolfgang Haak berichtet über neueste Forschungsergebnisse und darüber wie die Wissenschaftler/innen am MPI für Menschheitsgeschichte an der Integration der Erkennnisse aus Archäogenetik, Archäologie, Anthropologie und Linguistik arbeiten.

Samstag, 4.11.2017 - 16:30 Uhr
Hörsaal 3, Carl-Zeiss-Str. 3, Jena

Eintritt frei

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